Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Pfarrkirche Pottenbrunn

Der heutige Kirchenbau ist im Kern mittelalterlich. Die beiden Chorbauten (Haupt- und Südchor) stammen aus der Zeit um 1400, die Wölbung des Hauptschiffes (Netzgradgewölbe) aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Der Hauptaltar mit dem von Johann Georg Schmid geschaffenen Altarbild "Heilige Familie" stammt aus dem Jahre 1729 und wurde zuletzt 1991 aufwendig restauriert. Die Statuen zu beiden Seiten des Hochaltares (oben) stellen die heiligen Bischöfe Ulrich (Kirchenpatron) und Augustinus dar.

Das im vorderen Südchor ursprünglich für Rosina Kuefstein errichtete Grabdenkmal (1713) wurde 1923 als Kriegerdenkmal adaptiert. Ein Kunstwerk besonderer Art stellt das aus dem 16. Jahrhundert stammende Ölbergrelief in der südlichen Vorhalle dar. Der im Jahre 1799 errichtete Turm wurde 1955 erhöht und erhielt ein Walmdach anstelle der ursprünglichen spätbarocken Haube.

Im Jahre 1968 wurde im Sinne der Liturgiereform die Umgestaltung des Presbyteriums vorgenommen. Der Kreuzaltar ist Sakramentsaltar. In dieses Jahr fallen auch die Neuanschaffung der Kirchenbänke, der Kirchenheizung und der Bau der 17 Register-Orgel der Firma Hradetzky.

1995 wurde der Außenbereich unserer Pfarrkirche umfangreich renoviert. In den Jahren 1997 und 1998 wurde nicht nur die Sakristei neu gestaltet, sondern auch der Kirchen-Innenbereich sowie zahlreiche Statuen und Bilder aufwendig restauriert.

Ebenfalls 1997 wurde anstatt des früheren Missionskreuz, ein vom bereits verstorbenen Tiroler Künstler Plankensteiner gestaltetes Kreuz, an der Außenwand unserer Pfarrkirche angebracht, wobei auch Holz von der ehemaligen Kaiserlinde, die bis 1995 vor der Kirche stand, eingearbeitet wurde.

Orgel Pottenbrunn

Der Neubau der Pottenbrunner Orgel wurde unter Berücksichtigung von räumlichen und akustischen Gegebenheiten geplant. Die Aufstellung der Orgel in der Emporenbrüstung hat die Platzverhältnisse auf der Empore entschieden verbessert. In dem Gehäuse, welches massiv aus Tanne angefertigt wurde, sind das Hauptwerk oben, sowie das Positiv darunter, untergebracht. Das Pedal befindet sich in den Kästen zu beiden Seiten. Das Instrument hat 17 Register und die Disposition enthält die notwendigen Prinzipal- und Flötenregister der klassischen Orgelbautradition. Erwähnt sei das frei in den Raum ragende Register Krummhorn 8', welches durch neue Erkenntnisse in der Berührung um eine zeitentsprechende Orgelbaukunst das Klangbild reizvoll erweitert und auch den Gesamteindruck der Orgel auflockert. Die technische Ausführung mit Schleifwindladen, rein mechanischer Spiel- und Registertracktur und moderner Materialien (Kunststoff, Aluminium, Stahl und Messing) gewährleitet zweckmäßigste Ausführung und vermeidet kurzlebige Modelösungen. Die äußere Gestaltung von Gehäuse und Prospektpfeifenanordnung ergibt ein gut durchdachtes Bild unf entspricht in optischer und klanglicher Harmonie der Eneuerung des gesamten Gotteshauses.

Bau der Orgel: Orgelmeister Gregor Hradetzky, Krems an der Donau

Orgelgehäuse: Bau- und Möbeltischlerei Gebrüder Schwab, Götzis, Voradlberg

Orgelweihe: 22. Dezember 1968